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Diese SEO-Features sollte dein CMS beherrschen

Geschrieben am: 23. April 2018 | Zuletzt aktualisiert: 27. August 2022 | Lesezeit: ca. 6 Min.

Der Markt an Content Management Systemen (CMS) ist riesig. Zwar gibt es mit WordPress, Typo 3 und co. einige Big Player, der “Long Tail” an kleineren Systemen oder Eigenentwicklungen ist jedoch nicht zu verachten. Während Systeme wie WordPress sich durch die Vielzahl an Erweiterungen leicht mit den wichtigsten SEO-Funktionen ausstatten lassen, bleiben andere oft auf der Strecke. Ganz gleich mit welchem System gearbeitet werden soll, die folgenden 10 SEO-Features sollte man bei der Auswahl im Hinterkopf haben.

Inhaltsverzeichnis

1. Flexible Titles & Descriptions

Dass der Title eine wichtige Rolle für die SEO spielt, sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Das Einpflegen von manuellen Titles und Descriptions sollte deshalb in jedem CMS möglich sein.

Title Description SEO WordPress

Mit Plugins wie Rank Math ist das Optimieren von Title und Descriptions in WordPress ein Kinderspiel

Im Idealfall zeigt das CMS auch die Länge der getexteten Titles und Descriptions in Pixeln an, um prüfen zu können ob der Inhalt nicht zu lange ist.

Titles & Descriptions bei (halb-) automatisierten Seiten

Das klingt zunächst trivial, kann aber in manchen Fällen eine echte Herausforderung sein. Insbesondere bei großen Websites ist es nicht immer möglich, jeden Title und jede Description von Hand ins System einzupflegen. Hier hat es sich bewährt, mit Platzhaltern zu arbeiten, an zentraler Stelle gepflegt werden können, aber dennoch auf jeder Seite individuell ausgespielt werden:

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Idealerweise lässt sich der Inhalt, der zentral gepflegt wird, für einzelne Seiten überschreiben, ohne dass dabei der zentrale Inhalt verändert wird. Damit ist es möglich, besonders wichtigen Seiten individuelle Titles und Descriptions zu geben, während der Rest die halb-automatisierten Daten bekommt.

Vor allem bei Online-Shops, die Filter und Facetten (teilweise) indexieren lassen, kann eine solche Lösung ein guter Kompromiss aus automatisiert und manuell darstellen.

Allerdings muss das CMS in der Lage sein, Daten aus der Warenwirtschaft zu beziehen, das Optimieren von Titles und Descriptions für Filter und Facetten zu ermöglichen.

2. Editierbare Robots-Angaben

Je größer eine Website wird, umso mehr Seiten gibt es die über keinen Mehrwert für SEO Verfügen und deshalb gelöscht oder zumindest von der Indexierung ausgeschlossen werden sollten. Auch in Fällen von Duplicate Content Problemen kann der Einsatz von Noindex Abhilfe schaffen.

Die Einstellungen ob eine URL indexiert werden soll oder nicht sollten also im CMS granular für jede URL vorgenommen werden können.

3. Individuelles Canonical Tag

Das Canonical Tag ist ein absolutes must have wenn es darum geht Duplicate Content zu vermeiden. Standardeinstellung sollte dabei sein dass die URL im Tag eine Selbsreferenz ist, also aus sich selbst verweist. Damit wird verhindert dass Parameter an der URL Duplicate Content erzeugen.

Für den Fall dass man tatsächlich identische Inhalte an zwei unterschiedlichen Stellen auf seiner Website hat, sollte man die URL im Canonical manuell im CMS anpassen können. Eine saubere Seitenarchitektur ohne Duplicate Content sollte einem Canonical jedoch immer vorgezogen werden.

4. Automatische XML Sitemaps

Sitemaps sind eine wichtige Stütze für Suchmaschinen um alle URLs einer Website crawlen zu können und die Struktur der Seite zu verstehen. Ein CMS sollte eine XML-Sitemap selbständig erstellen und auf dem Server abgelegt werden können. Anschließend sollte die Sitemap in der Search Console eingereicht werden.

Um unerwünschte Inhalte aus der Sitemap fernzuhalten sollte diese durch das CMS vorgefiltert werden und keine URL beinhalten, die:

  • Keinen Statuscode 200 ausgeben
  • Auf Noindex stehen
  • Ein Canonical auf eine andere URL haben
  • Per Robots.txt vom Crawling ausgeschlossen sind

Mit dem kostenlosten Tool Screaming Frog lassen sich Sitemaps einfach anhand eines Website Crawls generieren und testen.

5. Pflegbare Weiterleitungen

Nothing lasts forever – Auch eine URL kann eines Tages geändert oder gelöscht werden. Um keine Rankings zu verlieren sollte im CMS eine Möglichkeit vorhanden sein um Redicrects mit Statuscode 301 einrichten zu können ohne IT Ressourcen beanspruchen zu müssen.

Wer über Länderdomains oder mobile Subdomains verfügt sollte darauf achten, dass Weiterleitungen relativ gepflegt werden können um nicht für jede (sub-) Domain einzeln tätig werden zu müssen.

6. Individuelle ALT-Attribute für Bilder

Beim Einsatz von Bildern ist ein gepflegtes Alt-Attribut nach wie vor wichtig um gute Rankings in der Bildersuche zu bekommen. Eine Pflegemöglichkeit dieses Tags bei der Verwendung von Bildern sollte also im CMS vorhanden sein. Das Alt steht dabei für „Alternativ“ und wurde eingeführt um Browsern ohne Bilddarstellung oder Screenreadern die Möglichkeit zu geben den Inhalt eines Bildes auszulesen. Auch wenn ein Bild aufgrund einer fehlerhaften Verlinkung oder Serverproblemen nicht geladen werden kann, wird in einigen Browsern anstelle des Bildes der Inhalt des Alt-Attributes angezeigt.

Michael Göpfert - SEO in München
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Das Alt-Attribut sollte also weniger für Keyword-Stuffing als für eine sinnvolle Beschreibung des Bildes verwendet werden. Um einen Überblick über die verwendeten Alt-Attribute zu bekommen können mit Browser Addons wie der Web Developer für Firefox Bilder gegen ihr Alt-Attribut ersetzt werden. Schwachstellen in der Beschreibung der Alt-Attribute werden so leicht sichtbar.

7. Veröffentlichen von Content

Wie der Name Content Management System schon sagt, sollte das System in der Lage sein Content auszusteuern. Bei Shopsystemen sind diese Möglichkeiten jedoch oft begrenzt. Content auf Kategorieseiten von Online Shops kann Google dabei helfen den Inhalt der Seiten zu verstehen und für mehr Keywords zu ranken als eine Kategorie ohne Text.

Von reinen Textwüsten sollte dabei selbstverständlich abgesehen werden. Wer seine Kategorien dagegen mit sinnvollen Kaufberatungen ausstattet wird nicht nur durch gute Rankings sondern auch durch mehr Conversions belohnt. Dazu gehören neben Text:

  • Nützliche interne Links
  • Bilder
  • Videos

8. Zugang zur Robots.txt

Der Inhalt der Robots.txt Datei entscheidet darüber welche Inhalte einer Website gecrawlt werden und welche nicht. Vor dem Aufruf einer URL wird von den Suchmaschinen zunächst geprüft ob ein Eintrag in der Robots.txt für die jeweilige URL existiert, der das Crawing verbietet. Liegt ein solcher Eintrag vor wird die URL nicht gecrawlt. Das bedeutet auch dass Meta Angaben wie Noindex oder ein Canonical Tag nicht von der Suchmaschine ausgelesen werden können. Ein sinnvolles Setup dieser Datei sollte also in Händen der SEO-Experten liegen.

Vor jeder Änderung sollte die Funktionalität der Robots.txt in der Google Search Console getestet werden. Da Google Webseiten mittlerweile nicht nur anhand des Quelltextes beurteilt sondern wie ein Browser rendert sollten JavaScript und CSS Dateien nicht in der Robots.txt gesperrt werden.

9. Bulk Upload

Im Idealfall sind im Tagegeschäft nur einzelne Anpassungen an der Website zu machen. In der Realität jedoch müssen häufig große Mengen an Änderungen in einem CMS vorgenommen werden. Solche Änderungen sollten durch einen Bulk Upload beschleunigt werden. Häufige Kandidaten für diese Art von Massen-Bearbeitung sind:

  • Titles & Descriptions
  • Weiterleitungen
  • Canonical
  • Meta Robots Angaben

Wer diese Inhalte durch Upload einer Datei in Masse bearbeiten kann spart eine Menge Zeit gegenüber dem manuellen editieren.

10. Anpassbare Überschriften

Nicht selten tragen Überschriften den selben Namen wie der Artikel oder die Kategorie. Damit genügen Sie jedoch häufig nicht den Anforderungen an eine gute Headline. Diese erscheint schließlich nicht nur auf der Seite selbst, sondern auch in Sozialen Netzwerken und Feedreadern.

Wenn User auf eine Seite kommen ist häufig die Überschrift das erste was gelesen wird. Die Headline ist also ein wesentlicher Faktor wenn es darum geht ob sich der User intensiver mit der Seite beschäftigt oder sie wieder verlässt. Eine Gute Überschrift sollte deshalb:

  • Neugierig auf den Inhalt machen
  • Das Keyword der Seite beinhalten
  • Den Inhalt beschreiben (ohne zu spoilern)
  • Nicht länger als ca. 60 Zeichen sein (damit die Headline in allen Netzwerken dargestellt werden kann)
  • Zahlen beinhalten

Fazit

Ambitioniertes SEO setzt ein CMS voraus, das den Anforderungen moderner Suchmaschinenoptimierung gerecht wird. Langwierige Umwege über die IT um Kleinigkeiten wie Canonical Tags anzupassen oder Weiterleitungen einzurichten kosten Zeit und Ressourcen. Wer also langfristig auf den Kanal SEO setzt sollte Möglichkeiten autonomen Arbeitens so weit wie möglich ausdehnen.

Michael Göpfert - SEO in München
Geschrieben von: Michael Göpfert

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