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Mit rel=”alternate” hreflang=”x” Google auf die Sprünge helfen

Zahlreiche Seitenbetreiber bieten ihre Inhalte in unterschiedlichen Ländern an. Für die jeweilige Ländervariante bieten sich sowohl Domains, Subdomains als auch Verzeichnisse an. Unterscheiden sich die Länder in ihrer Sprache, ist es für Google in der Regel kein Problem die korrekte Seite im jeweiligen Land in den Suchergebnissen anzuzeigen.

Unterscheiden sich die Länder sprachlich allerdings nicht (z.B. DE/AT/CH) bekommt Google häufg Schwierigkeiten die richtige Variante der Website in den Suchergebnissen zu präsentieren.

Die Folgen dieses Seznarios können schnell zum Killer für die Conversion Rate werden. Ein Schweizer wird wohl kaum Interesse an Produkten haben die mit Euro-Preisen ausgezeichnet sind oder vielleicht gar nicht in sein Land lieferbar sind.

Seit Beginn des Jahres bietet Google Webmastern die Möglichkeit dem Bot mit dem Tag rrel=”alternate” hreflang=”x” in Sachen Ländertrennung auf die Sprünge zu helfen. Wird das Tag im Head-Bereich (oder der XML Sitemap) der Website eingebaut, erkennt Google welche Sprachen der Seitenbetreiber als Alternativen zur aufgerufenen Seite anbietet. Doch nicht nur das. Google bietet dank präzieser Auszeichnungsmöglichkeiten per ISO 639-1 die Möglichkeit ähnliche oder identische Sprachvarianten zu trennen.

So kann ausgezeichnet werden welcher Inhalt für die Inhalte aus Deutschland (hreflang=”de-DE”), der Schweiz (hreflang=”de-CH”) oder Österreich (hreflang=”de-AT”) bestimmt ist. Ob es sich debei um eine TLD, Subdomain oder ein Verzeichnis handelt auf das als (regionale) Alternative verwiesen wird spielt dabei keine Rolle.

Folgende Möglichkeiten der Ländertrennung bietet Goolge zur Zeit an:

Ländertrennung per HTML-Linkelement

Sind die verfügbaren Länder als Link auf der Seite verfügbar, sollte der Verweis mit dem Attribut rel=”alternate” hreflang=”sprache” versehen werden:

<link rel="alternate" hreflang="de-DE" href="https://de.example.com/deutschland/" />
<link rel="alternate" hreflang="de-AT" href="https://de.example.com/oesterreich/" />
<link rel="alternate" hreflang="de-CH" href="https://de.example.com/schweiz/" />

Damit wird dem Google Bot signalisiert welche Sprache auf der verlinkten Website dargestellt wird.

x-default

Doch was soll passieren wenn keine der angegebenen Sprachvarianten passt? Seit 2013 bietet Google auch dafür eine Lösung. Durch eine weitere Auszeichnung mit x-default wird festgelegt welche URL in einem solchen Fall in den Suchmaschinen erscheinen soll. Unser obiges Beispiel würde mit einer x-default Auszeichnung wie folgt aussehen:

<link rel="alternate" hreflang="x-default" href="https://de.example.com/deutschland/" />
<link rel="alternate" hreflang="de-DE" href="https://de.example.com/deutschland/" />
<link rel="alternate" hreflang="de-AT" href="https://de.example.com/oesterreich/" />
<link rel="alternate" hreflang="de-CH" href="https://de.example.com/schweiz/" />

Ländertrennung in den Google Webmaster Tools

In den Wembmaster Tools bietet Google Inhabern von generischen Top Level Domains (TLD) wie .com, net, oder .org die Möglichkeit diese einem geografischen Ziel zuzuordnen. Bei Länderspezifischen Domains wie .de oder .ch ordnet Google die Seite selbst dem Land dem die Domainendung entspricht zu. Veränderungen können in diesem Fall nicht vorgenommen werden.

Doch was tun wenn dennoch unqualifizierter Traffic auf der Seite landet weil die falsche Domain in den Suchergebnissen erscheint?

rel=”alternate” hreflang=”x” im Head

Das Tag rel=”alternate” hreflang=”x” kann nicht nur in einem Link, sondern auch im Head-Bereich des HTML-Dokuments verwendet werden. In dieser Variante kann nicht nur die Sprache bzw. Region der alternativen Seiten, sondern auch der aktuell aufgerufenen Seite angegeben werden.

Beispiel für ein korrekt gesetztes hreflang

hreflang für TLD:

<link rel="alternate" hreflang="de-DE" href="https://www.example.de" />
<link rel="alternate" hreflang="de-AT" href="https://www.example.at" />
<link rel="alternate" hreflang="de-CH" href="https://www.example.ch" />

hreflang für Subdomains:

<link rel="alternate" hreflang="de-DE" href="https://de.example.com" />
<link rel="alternate" hreflang="de-AT" href="https://at.example.com" />
<link rel="alternate" hreflang="de-CH" href="https://ch.example.com" />

hreflang für Verzeichnisse:

<link rel="alternate" hreflang="de-DE" href="https://www..example.com/deutschland" />
<link rel="alternate" hreflang="de-AT" href="https://www.example.com/oesterreich" />
<link rel="alternate" hreflang="de-CH" href="https://www.example.com/schweiz" />

rel=”alternate” hreflang=”x” in der Sitemap

Sitemaps gehören für viele Webmaster und SEOs schon zum alten Eisen und werden gerne etwas stiefmütterlich behandelt. Will man jedoch rel=”alternate” hreflang=”x” verwenden und hat keine Möglichkeit den Head-Bereich der Seite zu ändern, kommt die Sitemap wieder in’s Spiel. Auch bei der Sitemap spielt es keine Rolle ob es sich bei den alternativen Seiten um eine Domain, Subdomain oder ein Verzeichnis handelt.
Eingebunden wird rel=”alternate” hreflang=”x” in die Sitemap folgendermaßen:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<urlset xmlns="https://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9" xmlns:xhtml="https://www.w3.org/1999/xhtml"></code>
 
<url>
<loc>https://www.example.com/deutsch/</loc>
 
<xhtml:link
rel="alternate"
hreflang="de-DE"
href="https://www.example.com/deutsch/"/>
 
<xhtml:link
rel="alternate"
hreflang="de-CH"
href="https://www.example.com/schweiz/"/>
 
<xhtml:link
rel="alternate"
hreflang="de-AT"
href="https://www.example.com/oesterreich/"/>
</url>
 
<url>
<loc>https://www.example.com/schweiz/</loc>
<xhtml:link
rel="alternate"
hreflang="de-DE"
href="https://www.example.com/deutsch/"/>
 
<xhtml:link
rel="alternate"
hreflang="de-CH"
href="https://www.example.com/schweiz/"/>
 
<xhtml:link
rel="alternate"
hreflang="de-AT"
href="https://www.example.com/oesterreich/"/>
</url>
 
<url>
<loc>https://www.example.com/oesterreich/</loc>
<xhtml:link
rel="alternate"
hreflang="de-DE"
href="https://www.example.com/deutsch/"/>
 
<xhtml:link
rel="alternate"
hreflang="de-CH"
href="https://www.example.com/schweiz/"/>
 
<xhtml:link
rel="alternate"
hreflang="de-AT"
href="https://www.example.com/oesterreich/"/>
</url>
 
</urlset>

Einsatzmöglichkeiten und Probleme

Wie an den Beispielen zu erkennen ist, eignet sich rel=”alternate” hreflang=”x” nicht nur für Webseiten mit unterschiedlichen Sprachen, sondern ist besonders interessant für Seitenbetreiber die mehrere Seiten in der selben Sprache, aber unterschiedlichen Regionen anbieten. Schließlich ist es für Google wesentlich einfacher verschiedensprachigen Content zu trennen als Content in der selben Sprache.

Im Kampf gegen Duplicate Content hilft rel=”alternate” hreflang=”x” allerdings nur bedingt. Denn: rel=”alternate” hreflang=”x” weißt Google lediglich den Weg zu einer alternativen Seite in der im Tag angegebenen Sprache, sagt Google aber im Gegensatz zum Canonical-Tag nicht welche Seite bevorzugt behandelt werden soll.

Auch fast ein Jahr nach den Einführung hat Google aber hin und wieder Schwierigkeiten damit die korrekte Geografische Ausrichtung einer Seite zu erkennen. Auch bei richtig gesetztem hreflang wie diese Diskussion auf Google+ zeigt.

Fazit

Auch wenn Google nach wie vor in Einzelfällen Probleme mit der geografischen Zuordnung von Webseiten hat, lohnt sich der Einsatz von rel=”alternate” hreflang=”x”. Es ist ein einfach zu integrierendes Mittel um Google eine Hilfestellung zu bieten um euren Nutzern die Seite zu liefern die ihr für sie gebaut habt.

Update vom 9.1.2013
Vor kurzem hat Google in einer Webmaster Sprechstunde auf Google+ daruauf hingewiesen dass sie es sich vorbehalten hreflang in Einzelfällen zu ignorieren und statt dessen eine andere TLD zu ranken.

Weiterführende Links

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