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Das literarische Quartett: 4 Tipps für besseren Content

Manche Dinge sterben anscheinend nie aus. Auch im Jahr 2013 gibt es noch Leute die ihre Blogs mit 200 Wörter-Artikeln befüllen, dabei wird die Kopie eines Wikipedia-Artikels nicht besser bloß weil sie nicht durch eine Maschine sondern durch einen Menschen erstellt wurde. Dabei sollte spätestens seit Panda klar sein dass schlechter Content nicht nur den Seiten schaden, die daraus verlinkt werden, sondern auch der eigenen.

Was macht einen guten Artikel aus?

Ein guter Artikel vermittelt dem Leser einen Mehrwert. Wer hat diesen Satz nicht schon dutzende male gehört? Aber um einen Mehrwert zu vermitteln muss das Rad nicht in jedem Text neu erfunden werden. Oft ist es schon damit getan, bereits vorhandenen Mehrwert leichter für den Suchenden auffindbar zu machen.

1) Fakten statt Floskeln

„Immer mehr Menschen machen Urlaub in einer Ferienwohnung Mallorca.“ Der klassische Einstieg in den 08/15-Text. Dabei ist das Internet voll von Quellen die jeden Text aufwerten können. So zeigt beispielsweise ein Blick in Google Trends dass die Nachfrage nach Ferienwohnungen auf Mallorca in letzter Zeit tatsächlich gestiegen ist:

Wenige Minuten Arbeit und kann eine unbestätigte Floskel gegen belegbare Fakten austauschen. Und wer hätte gedacht dass das regionale Interesse nach Unterkünften auf Malle ausgerechnet in Bremen am höchsten ist? Das sind zwar keine News die aus eurem Artikel einen Linkmagnet machen, aber solche Kleinigkeiten machen eben den Unterscheid zu einem lieblosen 2-Sterne Text aus.

Neben Google Trends gibt es im Internet zahlreiche Anlaufstellen aus denen man Material ziehen kann um einen Text aufzuwerten. Viele Statistikportale wie Statista bieten kostenlose Zugänge zu einem Teil ihrer Daten an. Anhand dieser Daten lässt sich ein Text ohne großen Aufwand wertiger gestalten.

2) Ins Detail gehen

„Schreiben Sie einen Text über Urlaub in Spanien.“ Was bei einer solchen Auftragsbeschreibung am Ende herauskommt kann sich jeder ausmalen. Ob ein solches Konstrukt am ende 200 oder 300 Wörter lang ist macht auch keinen Unterschied mehr. Der Text wird wohl kaum ranken, das genzt schon fast an Cloaking: Außer Bots bekommt den Content keiner zu sehen.

Wenn man Inhaltlich nicht nur an der Oberfläche kratzt und allgemeine Themen behandelt, sondern sich ein Thema sucht das noch nicht total verbraucht ist, wird nicht nur der Artikel interessanter, er hat auch die Chance mal in den vorderen Suchergebnissen aufzutauchen. Hier kann es sich lohnen mal das Google Keyword Tool anzuwerfen und sich mal die Vorschläge mit niedriger Konkurrenz anzuschauen.

3) Die Meinung der Anderen

Auch Zitate können einen Text aufwerten und vor allem kann ein Zitat einer glaubwürdigen Person dem Text mehr Seriosität verleihen. Zitate sollten natürlich immer als solche gekennzeichnet sein. Und über Quellenangaben (da darf auch mal ein Link gesetzt werden) wurde in letzter Zeit sicher alles gesagt was gesagt werden muss.

4) Bilder sagen mehr als 1000 Worte

Ja, ab und zu taucht auch in einem Linktauschartikel ein Foto auf. Aber um die Verweildauer auf der Seite zu erhöhen reicht das in der Regel nicht. Dabei gibt es für WordPress Plugins ohne Ende die mit wenigen Klicks eine Fotogalerie erstellen die wirklich was für’s Auge bietet.

Quellen für Fotos die man nutzen kann ohne sofort verklagt zu werden gibt es bekanntlich auch ausreichend (z.B. Pixelio). Auch ein eingebettetes Video kann einen schlechten Text zwar nicht besser machen, aber durchaus dem Leser Dinge näher bringen die sich nicht so leicht in Worte fassen lassen.

Fazit

Es gibt genug Möglichkeiten seine Texte aufzuwerten, ohne viel Geld investieren zu müssen. Ein bisschen mehr Zeit muss man sicher mitbringen, aber das ist nunmal der Preis den man zahlen muss wenn man weiter im Konzert der vorderen Suchergebnisse mitspielen möchte. Ein guter Text schafft eine Win-Win-Situation: Die Seite auf der er veröffentlicht wird hat die Chance auf Traffic und die daraus verlinkten Seiten bekommen nicht nur einen Link, sonder ebenfalls den ein oder anderen Besucher. Mit einem wohl überlegten, ausführlichen Briefing für die Texter ist oft schon viel gewonnen.

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2 Gedanken zu „Das literarische Quartett: 4 Tipps für besseren Content

  1. Haha, der Artikel ist witzig geschrieben. Hab ihn gerne geteilt. Wie Torsten Maue gerade bei G+ kommentiert hat: Man sollte nur bloggen, wenn man etwas zu sagen hat. Ich persönlich finde es zudem wichtig, dass man sich wie beim Anfertigen eines Gemäldes für eine Malermeisterprüfung, erst einmal den Aufbau des Werkes (des Artikels) skizziert. SEO-Texte lesen sich immer so, als würde in jedem Absatz das gleiche wie im vorangegangenen und nachfolgenden stehen. Die “Autoren” wiederholen also nicht nur Wikipedia, sondern sich selbst auch inzestuös innerhalb des Posts.

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